Präventive Maßnahmen, schulbezogene Programme, Vorbildwirkung und Aufklärung sind wichtige Schritte, die für die Gesundheit der Kinder getan werden müssen
Kindheit und Jugend legen den Grundstein für Ernährungsgewohnheiten. Weltweite Berichte und Statistiken zeigen, dass die Prävalenz von
Übergewicht, Adipositas und ernährungsbedingten Krankheiten im Kindesalter in den letzten Jahren alamierend zugenommen hat.
In Europa sind 25% der Kinder und Jugendlichen zwischen 5 und 17 Jahren übergewichtig oder bereits fettsüchtig. In Österreich dürften damit insgesamt geschätzt über 265.000 Kinder unter 15 Jahren übergewichtig und davon fast 80.000 fettsüchtig sein. Österreichische Kinder nehmen mehr als die doppelte Menge an Fleich, Wurst und Süßigkeiten auf, als von den Fachgesellschaften empfohlen wird - und dies auf Kosten von Gemüse und Obst. Über ein Drittel der SchülerInnen (37%) geben an, nie bzw. höchstens ein Mal in der Woche Gemüse zu essen.
Quellenangaben:
IASO-International Obesity Task Force: Lobstein T, Baur L, Uauy R: Obesity in children and young people:
a crisis in public health. Obesity reviews 2004, (5, 4-85).
Grundlage: Bevölkerungszahlen 2004, Statistik Austria, Pressemeldung zu Österreichs Bevölkerung am 17.10.2005;
Prävalenzen: durchschnittlich 20% für Übergewicht bzw. 6% für Adipositas aus der Wiener Erhebung.
Imadfa I, Freisling H, König J: Österreichischer Ernährungsbericht 2003.
Im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen. Wien 2003.
Dür W, Mravlag K: Gesundheit und Gesundheitsverhalten bei Kindern und Jugendlichen.
Ergebnisse des 6. HBSC-Surveys 2001 und Trends von 1990 bis 2001. |